Yorkshire, England, im Jahr 1983. Der zwölfjährige Shaun (Thomas Turgoose), der seinen Vater im Falkland-Krieg verloren hat, wird in der Schule gemobbt. Die falschen Sachen, seine uncoole Art sind der Auslöser zu ständigen Konflikten und gewaltsamen Auseinandersetzungen.

Auf dem Weg nach Hause lernt er eine Gruppe Skinheads kennen. Der Anführer Woody (Joe Gilgun) nimmt ihn ernst, in der Gruppe fühlt er sich geborgen, zusammen hat man viel Spaß. Mit neuem Outfit und kurzen Haaren wächst das Selbstvertrauen. Hier lernt Shaun auch ein Mädchen kennen.
Dann taucht Combo (Stephen Graham), der eine dreijährige Gefängnisstrafe abgesessen hat, wieder auf. Er verändert das Klima in der Gruppe schlagartig. Bis dahin hatte es keinen offenen Rassismus gegeben. Wie der dunkelhäutige Milky (Andrew Shim), der Sohn von afrikanischen Einwanderern, belegt. Im Gegensatz zum bisherigen Anführer Woody, ist Combo ein Scharfmacher, den das Gefängnis hart gemacht hat. Nachdem Kontakte zur „Nationalen Front“ geknüpft worden sind, hetzt er gegen Einwanderer und predigt unter dem Motto „This is England“ seine Version eines „England den Engländern“.
Der junge Shaun, der in der Gruppe ein neues Zuhause gefunden hat, erlebt, wie die Gruppe über ihren Differenzen auseinander bricht. Combos Radikalität stößt viele ab. Shaun schließt sich Combo an, vielleicht weil ihn dessen sicheres Auftreten, die unbedingt Hingabe an eine Sache fasziniert.

Bild: Combo (Stephen Graham)
Als der dunkelhäutige Milky, der von Combo zwar akzeptiert worden ist, aber über dem von Anbeginn Gefahr aufgrund seines „Andersseins” schwebte, wieder zu Combos Leuten stößt, kommt es zur Eskalation.
„This is England“ beruht auf Erfahrungen des Regisseurs Shane Meadows, der auch das Drehbuch geschrieben hat. Erfolgreich beschreibt er die Anziehungskraft, die vom Gefühl des Aufgehens in einer Gruppe ausgeht. Wie die Gruppe die Sehnsüchte eines Jungen erfüllen kann. „This is England“ macht die Motive sichtbar, die junge Menschen wie Shaun in die falsche Richtung abdriften lassen. Nicht der Hass gegen Fremde ist das Urmotiv, welches die Skinheads vereint, sondern das Bedürfnis nach der Gruppe, einem Ort, der Kompensation für die unterschiedlichsten Defizite verheißt.
Wertung: 8.4/10
IMDb: This is England