Das schlechte Rating des Films (IMDb) hatte mich bis jetzt vom Sehen des Films abgehalten. Heute Morgen hat die ARD den Film gegen 1 Uhr gezeigt.
Den ersten Teil habe ich sehr gemocht. In meinem Wertekosmos bewegt sich “The Ring” bei 8.5/10. Deshalb habe ich die „Gelegenheit“ genutzt. Meine Überraschung über den zweiten Teil war entsprechend groß. Alles, was am ersten Teil fasziniert hat, habe ich in „The Ring 2“ nicht wieder entdeckt. Bereits nach einer halben Stunde habe ich abgeschaltet. Meine Eindrücke bis dahin: ein albernes Drehbuch, schlechte Dialoge & Kameraeinstellungen, mieses Licht, lächerliche Effekte, unpassendes Tempo und eine Kombination von Ton und Bild, die im Vergleich mit dem ersten Teil einfach desaströs zu nennen ist.

Bild: Naomi Watts, die sich fragen mag, was sie in diesem Film verloren hat
Erwartet man von einem zweiten Teil in seiner technischen Umsetzung nicht Ähnlichkeiten mit dem Stil des ersten Teils? Hideo Nakata hat etwas ganz eigenes geschaffen. „The Ring 2“ ist ein Film, an den man sich erinnern sollte, wenn man einmal nachts allein durch den Wald gehen muss. Da hat man einen Gegenstand, über den man lachen und sich ärgern kann. Dabei fällt die Furcht vor der Dunkelheit im Wald – manche Horrorfilmfans sind davor nicht immun – ganz von selbst ab.
Zwei kurze Eindrücke vom Film: In der ersten Szene will ein junger Mann seine Freundin zum Sehen eines Videobandes überreden. Schafft er das nicht, ist es in fünf Minuten aus mit ihm. Was macht er also? Er erzählt ihr, dass das Band den gruseligsten Film enthält, den er bisher gesehen hat. Dann verlässt er das Zimmer. Ob sich seine Freundin wohl das Band anschaut?
Viel später: Rachel Keller fährt mit ihrem Sohn durch den Wald. Plötzlich werden sie von computeranimierten Hirschen attackiert. Die Idee mit dem Pferd auf der Fähre im ersten Teil war genial und toll inszeniert. Mit den Hirschen wollte man sicher daran anknüpfen. Die Umsetzung ist lächerlich, die Idee albern.
Wertung: Ich habe nur dreißig Minuten gesehen, verzichte daher darauf. Eindruck: schrecklich.