Our Life Is Not A Movie Or Maybe

Ein Filmblog. Filmtipps, Filmkritiken & Assoziationen.

Archive for October, 2008


Rotten!

Warum sich in Eloquenz flüchten? Wenn George oder Tom unter ihren künstlerischen Möglichkeiten bleiben, dann werden ihre Werke von Gilda mit einem knappen “rotten” beschrieben. Eine Kritik, die man schätzt.

Design for Living

Ernst Lubitsch: Design for Living / Serenade zu dritt (1933)

The Tropfsteinhöhlen Job?

Vor gar nicht langer Zeit habe ich in diesem Blog den Film “The Bank Job” besprochen. Der Film ist so unglaublich, dass er natürlich auf einer wahren Geschichte beruht. Die FAZ liefert heute in ihrem Sportteil neuen Stoff für ein altes Genre. Danach sitzt der frühere belgische Nationaltorhüter Gilbert Bodart in U-Haft – “weil er am Raub der Kasse einer Tropfsteinhöhle in den Ardennen beteiligt war.” Solche Geschichten schreibt nur das Leben.

Geschmacklich-visueller Übergang …

… nach dem greulichen “The Ring 2” – Erlebnis.


Naomi Watts

Marilyn Monroe
Marilyn Monroe

Coffee and Cigarettes
Jim Jarmuschs “Coffee and Cigarettes”

Hideo Nakata: The Ring 2 (2005)

Das schlechte Rating des Films (IMDb) hatte mich bis jetzt vom Sehen des Films abgehalten. Heute Morgen hat die ARD den Film gegen 1 Uhr gezeigt.

Den ersten Teil habe ich sehr gemocht. In meinem Wertekosmos bewegt sich “The Ring” bei 8.5/10. Deshalb habe ich die „Gelegenheit“ genutzt. Meine Überraschung über den zweiten Teil war entsprechend groß. Alles, was am ersten Teil fasziniert hat, habe ich in „The Ring 2“ nicht wieder entdeckt. Bereits nach einer halben Stunde habe ich abgeschaltet. Meine Eindrücke bis dahin: ein albernes Drehbuch, schlechte Dialoge & Kameraeinstellungen, mieses Licht, lächerliche Effekte, unpassendes Tempo und eine Kombination von Ton und Bild, die im Vergleich mit dem ersten Teil einfach desaströs zu nennen ist.

The Ring 2, Naomi Watts
Bild: Naomi Watts, die sich fragen mag, was sie in diesem Film verloren hat

Erwartet man von einem zweiten Teil in seiner technischen Umsetzung nicht Ähnlichkeiten mit dem Stil des ersten Teils? Hideo Nakata hat etwas ganz eigenes geschaffen. „The Ring 2“ ist ein Film, an den man sich erinnern sollte, wenn man einmal nachts allein durch den Wald gehen muss. Da hat man einen Gegenstand, über den man lachen und sich ärgern kann. Dabei fällt die Furcht vor der Dunkelheit im Wald – manche Horrorfilmfans sind davor nicht immun – ganz von selbst ab.

Zwei kurze Eindrücke vom Film: In der ersten Szene will ein junger Mann seine Freundin zum Sehen eines Videobandes überreden. Schafft er das nicht, ist es in fünf Minuten aus mit ihm. Was macht er also? Er erzählt ihr, dass das Band den gruseligsten Film enthält, den er bisher gesehen hat. Dann verlässt er das Zimmer. Ob sich seine Freundin wohl das Band anschaut?

Viel später: Rachel Keller fährt mit ihrem Sohn durch den Wald. Plötzlich werden sie von computeranimierten Hirschen attackiert. Die Idee mit dem Pferd auf der Fähre im ersten Teil war genial und toll inszeniert. Mit den Hirschen wollte man sicher daran anknüpfen. Die Umsetzung ist lächerlich, die Idee albern.

Wertung: Ich habe nur dreißig Minuten gesehen, verzichte daher darauf. Eindruck: schrecklich.

The cat creeps?

The cat supports!

Eigentlich ein überflüssiges Thema. Aber beginnt nicht „Nosferatu“ mit einer Katze? Und zitiert nicht „Shadow of the Vampire“ diese Szene? Und hat nicht auch François Truffaut in seinem feinen Film „La nuit américaine“ eine Szene mit einer Katze, um die Schwierigkeiten des Drehs mit Tieren zu zeigen? Alles halbseiden, bloßer Vorwand, richtig.

Immerhin hat die Katze unterschiedlichste Funktionen. Mal zeigt sie dem Zuschauer, dass die Figur “Herz” besitzt (Nosferatu, This Gun for Hire), mal taucht sie als böses Omen auf (”Fahrstuhl zum Schafott”). In Horrorfilmen kommt sie gern an Stelle des Mörders um die Ecke geschlichen. Der wartet dann hinter der nächsten. Warum streichelt Clint Eastwood in “The Good, the Bad and the Ugly” noch einmal eine Katze? War es Gleichmut, Langeweile oder Tierliebe?


“Was passiert mit der Katze?” – eine Frage, die man sich in “The Squid and the Whale” stellt. Die Welt ist voller Probleme …

Weitere Funktionen: als Accessoire für Fotografen. Als Vorwand für Blogger. Oder als Rätsel:

One, two or three?